DATEN & FAKTEN

RWE-Tower Dortmund:
Linsenförmig mit System nach oben

Projekt: Bürohaus RWE-Tower mit linsenförmigem Grundriss, 22 Stockwerken und knapp 100 m Höhe.

Bauunternehmen: Oevermann GmbH & Co. KG, Niederlassung Dortmund

MEVA System: MevaDec Deckenschalung (FTE-Methode), Stützbock STB, Triplex Schrägabstützung, Elemente der Polygonalschalung

Planung und Betreuung: Gerber Architekten, MEVA Schalungs-Systeme, NL Rhein/Ruhr

 
 
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Projekt

Die Systemdeckenschalung MevaDec und polygonale Sonderelemente mit alkus

Der von dem renommierten Büro „Gerber Architekten“ aus Dortmund gestaltete „RWE-Tower“ ist besonders interessant durch seinen linsenförmigen Grundriss. Mit 22 Stockwerken und knapp
100 m Höhe wird das Bürohaus das höchste Gebäude in Dortmund und somit ein markantes Bauwerk in der Stadtsilhouette werden.

Wenn gerundete oder elliptische Grundrisse bei den Decken vorherrschen, bleiben System-Deckenschalungen oft außen vor. Nicht so bei dem weithin sichtbaren Gebäude das derzeit in der Dortmunder Innenstadt entsteht.

Die Schalungslösung, die das bauausführende Unternehmen Oevermann GmbH & Co. KG, Niederlassung Dortmund verlangte, musste natürlich wirtschaftlich und schnell sein, aber auch hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. So arbeiteten die MEVA Schalungs-Spezialisten alternativ zu einer Deckentischlösung einen Vorschlag mit der MevaDec-Deckenschalung in der Fallkopf-Träger-Element-Methode (FTE) unter Nutzung von Sonderelementen im Deckenrandbereich aus. Die Wahl fiel letztlich auf diese Schalungsvariante, die sich nach allen Prüfungen und Berechnungen als die schnellere und wirtschaftlichste erwies. Die durchnummerierten Sonderelemente wurden exakt an derselben Position vom ersten bis zum letzten Regelgeschoß eingesetzt.

Die Theorie
Bei den Decken rechnete die Abteilung Arbeitsvorbereitung des bauausführenden Unternehmens Oevermann alle herkömmlichen Deckenschalungsmethoden durch. Das Ergebnis verblüffte alle Beteiligten. Die MevaDec FTE-Methode mit speziell angefertigten Radius-Sonderelementen, belegt mit alkus-Schalhaut, konnte die sonst bei derartigen Grundrissen erforderlichen Zeiten für die Anpassung der Schalhaut am Deckenrand erheblich reduzieren. Hinzu kam, dass die Zeit für Kranspiele im Vergleich zu anderen Systemen – aufgrund der schnellen Materialverfügbarkeit nach dem Frühausschalen – drastisch minimiert werden konnte. Somit war MevaDec in puncto Effektivität, Material- und Zeitaufwand erste Wahl.

Als weiterer Vorteil erwiesen sich die bei der MevaDec serienmäßig eingebauten alkus-Platten. Bei diesem Projekt hätte eine konventionelle Schalhaut in Anbetracht der vielen Geschosse mit der Anpassung an den linsenförmigen Grundriss gegebenenfalls sogar mehrmals gewechselt werden müssen. Somit konnte der bei den hier gegebenen Einsatzzahlen notwendige, teure Schalhautwechsel eingespart werden.

Die Praxis
Die Frage, die natürlich offen blieb, lautete: Wird die Praxis die Vorteile der Theorie bestätigen? Die Antwort der Baustelle, das sei hier vorweggenommen, lautete eindeutig: ja.
Die zu schalende Fläche betrug pro Geschoss ca. 750 m². Nach kurzer Einarbeitungszeit wurden 375 m² in einem Tag eingeschalt. Dabei bewährten sich die nummerierten Sonderelemente mit ihrer Tragkonstruktion aus Kantholz 8/10 und dem alkus-Schalbelag. Sie werden einfach auf die Nase der Hauptträger aufgelegt, und die sonst sehr zeitaufwändige manuelle Anpassung an den Grundriss entfiel. Passend zum Baufortschritt wurde nach sechs Tagen ausgeschalt und nach max. 14 Werktagen die Notunterstützung entfernt. Die Betonrezeptur hätte ein Ausschalen bereits nach 36 Stunden erlaubt. Vorgehalten wurde die doppelte Menge Schalung, so dass ein Geschoss in Schalung stand und das nächste schon wieder eingeschalt werden konnte. Das Ergebnis: In fünf Werktagen konnte mit dieser Vorgehensweise ein komplettes Geschoss hergestellt werden. Die Deckenuntersichten sind, weil der alkus-Belag bündig mit dem Rahmen eingebaut wird, deutlich ebener. Auch bei der Haltbarkeit konnten die alkus-Platten, die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Es gibt keine Qualitätsunterschiede zwischen dem ersten und dem letzten Einsatz.

Den krönenden Abschluss der Schalungsarbeiten bildete die Erstellung des Doppelgeschosses an der Gebäudespitze. Die bis zu 16 m hohen parabolischen Wandscheiben erstellte Oevermann mit einer eigenen Trägerschalung.

Auf höchst effektive Weise konnten die auf die Wandschalungen in über 80 m Höhe wirkenden Windlasten über Stützböcke STB 450 mit Aufsätzen 150 und Schrägabstützungen Triplex in das Gebäude abgeleitet werden. Durch den Einsatz dieser Lösung konnte auf teure und aufwändige Kletterschalung mit Schrägabstützungen verzichtet werden, da die dünne nach oben auskragende Wand ihre Stabilität erst nach Montage der Decke erhält.

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