DATEN & FAKTEN

Galgenbucktunnel: Herausforderung für Bauablaufplanung und Logistik

Projekt: Neubau Galgenbucktunnel, Los 4 Bahntal, Neuhausen am Rheinfall / Schaffhausen, Schweiz

Bauherr: Bundesamt für Straßen ASTRA

Arge: Marti Bauunternehmung AG, NL Zürich, und STUTZ AG, Frauenfeld

MEVA Systeme im Einsatz: Wandschalung Mammut 350, teils mit aufgedoppelter Holzschalhaut für Tafelstruktur, Stützbock STB 450

Planung und Betreuung: MEVA Schalungs-Systeme AG, Seon, Schweiz

 
 
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Projekt

Stark und formtreu bei großer Last

Galgenbucktunnel: schwierige Topographie, außergewöhnliche Kunstbauten

Bei Neuhausen am Rheinfall ist eine 1,1 km lange Ortsumfahrung im Bau; die Arbeiten für das Großprojekt dauern 7 Jahre. Für die Straßenverbindung vom Portal des neuen Galgenbucktunnels bis zur Kantonsstraße schalt die Marti Bauunternehmen AG die Stützmauern, Portalwände und Brückenwiderlager mit der Mammut 350 und dem Stützbock STB 450.

Der Bauabschnitt grenzt an einen Steilhang; starke und bis zu 16 m hohe Stützmauern, großenteils doppelt ausgeführt, sind erforderlich, um das Erdreich abzustützen. Die Bogenlage und Neigung der Straßenverbindung erfordert zudem höhenversetzte und polygonal angeordnete Schalungseinheiten für die Fundamente und Wandabschnitte. Hinzu kommen strenge behördliche Vorgaben in puncto Ausführungsqualität, Sicherheit und Optik mit Sichtbeton und Tafelstruktur.

Minutiöse Schalungsplanung Takt für Takt
Die Größe und Stärke der Fundamente und Wandabschnitte variiert je nach Lage und musste pro Takt geplant werden. Die Stützmauer entlang des Steilhanges wurde mit 2,50 m breiten Elementen und einem in der Breite variablen Element in 25 Takten geschalt, jeder Takt etwa 5 m lang und mit unterschiedlichen Stärken, Größen und Höhen der Fundamente und Wandabschnitte.

Variable Fundamente
Die Stärke der ca. 5 m langen und bis zu 9,78 m breiten Fundamente vertieft sich zum Hang hin bis auf 1,80 m. Die Fundamentoberfläche unter und zwischen den Stützwänden ist horizontal, davor und dahinter fällt sie zur Tal- und zur Hangseite jeweils leicht ab.

Doppelte Stützmauern
Der aus der Hanglage resultierende Druck des Erdreiches erfordert doppelt ausgeführte Wandabschnitte, die einen Parallelabstand von 2,20 m bis 3,32 m aufweisen und am Fuß 71 cm bis 1,68 m dick sind. Die tal- und die bergseitigen Stützmauern sind unterschiedlich hoch und im oberen Bereich durch einen Betonquerbalken stabilisiert.

Verjüngung nach oben
Im sichtbaren Bereich verjüngen sich die Stützmauern teils einseitig, teils zweiseitig. Die Verjüngung erzielt man ohne besonderen Aufwand einfach dadurch, dass man das Mammut 350-Element geneigt aufstellt.

Sichtbeton mit Tafelstruktur
Die sichtbaren Stützwände werden in Sichtbeton mit Tafelstruktur ausgeführt. Hierzu werden Schaltafeln aus Holz auf die alkus-Platte der Elemente aufgedoppelt.

Aufsteigend und im Bogen
Alle Stützmauern liegen auf geneigtem Terrain. Die Schalung für die Fundamente und Wandabschnitte ist deshalb bei jedem Takt in der Höhe leicht versetzt. Für die Bogenlage werden die Fundamente polygonal betoniert. Bei den Wandabschnitten stellt man Elemente je nach Radius entweder polygonal auf oder aber die aufgedoppelte Holzschalhaut für die Tafelstruktur wird radial ausgeführt.

„Wir kommen gut voran“, sagt Bauführer Tino Otten. „Für die Mammut 350 haben wir uns entschieden, weil sie stark und formtreu ist – ein absolutes Muss auf dieser Baustelle.“

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